Direkt zum Inhalt

Newsletter Anmeldung

News

«Die Musik ist meine Grosse Leidenschaft»

Neben den vielen Konzerten in Europa und Asien, die wir in den vergangenen zwei Jahren gegeben haben, konnten wir Anfang 2018 wieder eine CD mit dem Plattenlabel Sony RCA aufnehmen. Sie heisst ‹Nordic Dream› und wurde im April veröffentlicht. Wir spielen Werke skandinavischer Komponisten aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Für mich ist es bereits die zweite CD-Aufnahme mit den LGT Young Soloists. Hoffentlich wird sie genauso positive Kritiken erhalten wie unsere letzte CD ‹Russian Soul›, die wir 2017 herausgebracht haben.

Klar, es ist nicht immer einfach, die Schule und das Leben als Musikerin unter einen Hut zu bringen. 2018 werden wir rund 40 Konzerte in Asien, Amerika und Europa geben. Unter anderem treten wir an den Dresdner Musikfestspielen, in München, Zürich und Düsseldorf auf. Im August werden wir zehn Tage als Residenzorchester im österreichischen Mattsee gastieren.

Musikalisches Vorbild Itzhak Perlman

Meine Berliner Mitschüler sagen oft, dass ich Glück hätte, weil ich immer in der Schule freibekomme. Aber natürlich muss ich den verpassten Schulstoff während und nach den Konzerttourneen irgendwie aufarbeiten. Das ist manchmal hart, aber diesen Preis zahle ich gerne für die unvergesslichen Erlebnisse mit dem Orchester. Ich habe auch Freunde in der Schule, aber mit den Kolleginnen und Kollegen bei den LGT Young Soloists ist es ganz speziell. Wir reisen ja sehr viel zusammen und verbringen während der Proben und Konzerttourneen eine intensive Zeit. Das schweisst zusammen. Wie lange ich im Orchester spielen werde, weiss ich noch nicht. Im Moment geniesse ich einfach die Zeit und hoffe, dass sie noch eine ganze Weile dauert.

Mein musikalisches Vorbild ist der Violinist Itzhak Perlman. Natürlich wünschte ich mir, dass auch ich später als Solistin auf Tournee gehen kann. Aber es ist wie beim Leistungssport: Der Weg an die Spitze ist lang und hart, man muss sehr viel arbeiten, um es bis ganz nach oben zu schaffen. Zum Glück fällt mir das Üben nicht so schwer. So übe ich an normalen Schultagen etwa drei Stunden täglich, an schulfreien Tagen können es schon mal acht Stunden und mehr sein.

Selbst wenn ich es nicht schaffen sollte, Solistin zu werden, würde ich Musik machen, zum Beispiel als Kammermusikerin oder in einem Orchester. Musik ist einfach meine grosse Leidenschaft und ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen.» 

Text: Adrian Roost, Foto: Oliver Rust